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Handwerker-Lexikon

MCP (KI-Zugang) — einfach erklärt

MCP steht für „Model Context Protocol“ und ist eine offene Vereinbarung darüber, wie ein KI-Assistent mit einem anderen Programm spricht. Anthropic hat sie 2024 veröffentlicht; inzwischen unterstützen mehrere Anbieter sie, darunter Claude und ChatGPT. Der Assistent bekommt dabei keine Kopie der Daten, sondern stellt bei jeder Frage eine Anfrage an das Programm — die Antwort ist so aktuell wie das Programm selbst.

Für einen Betrieb heißt das: Fragen wie „Welche Rechnungen sind überfällig?“ oder „Was steht diese Woche an?“ lassen sich im Chat stellen, statt sie in der Software zusammenzusuchen. Umgekehrt kann der Assistent auch etwas anlegen oder ändern, wenn der Betrieb das erlaubt.

Sicherheitlich sind drei Punkte entscheidend. Erstens: Der Zugang muss sich auf einzelne Bereiche begrenzen lassen — wer dem Assistenten den Kalender öffnet, hat damit nicht gesagt, dass er auch Rechnungen verschicken darf. Zweitens: Angaben, die Geld bewegen, gehören nicht in die Hand des Modells; die Empfängeradresse einer Rechnung und die eigene Bankverbindung sind die klassischen Beispiele. Drittens: Was der Assistent liest, geht an dessen Anbieter — bei Claude an Anthropic, bei ChatGPT an OpenAI. Ein Zugang sollte deshalb nur so viel herausgeben, wie die Frage braucht.

Zu bedenken ist außerdem, dass ein Assistent Texte verarbeitet, die andere geschrieben haben — eine Kundennotiz, eine zugeschickte Rechnung. Darin kann eine Anweisung stehen, die nicht vom Betrieb stammt. Deshalb sollte nicht das Modell entscheiden, wohin etwas geht, sondern die Software.

MCP (KI-Zugang) in der Praxis — mit Meistron

In Meistron verbinden Inhaber unter Einstellungen → KI-Zugänge ein Programm wie Claude oder ChatGPT. Für jeden Bereich — Aufträge, Kunden, Material, Rechnungen, Angebote, Zeiten, Auswertungen, Einstellungen — lässt sich getrennt einstellen, ob der Assistent nichts, nur ansehen oder auch ändern darf; ohne Änderung darf er ansehen, Aufträge und Kunden pflegen und nichts verschicken. Bankverbindung, Rechnungsnummern, Steuernummern und die Empfängeradresse eines Versands bleiben gesperrt, unabhängig von der Freigabe. Vor jedem Versand an einen Kunden zeigt er erst eine Vorschau und fragt nach. Es kann immer nur ein Programm verbunden sein, und jeder Zugang lässt sich mit einem Klick beenden.

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Allgemeine Information (Stand 2026), keine Rechts- oder Steuerberatung.

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