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Handwerker-Lexikon

Nachkalkulation — einfach erklärt

Die Nachkalkulation vergleicht nach Abschluss eines Auftrags die tatsächlich angefallenen Kosten mit der ursprünglichen Kalkulation: geplante gegen geleistete Stunden, kalkuliertes gegen verbrauchtes Material, angesetzte gegen echte Nebenkosten. Sie beantwortet die Frage, ob der Auftrag Gewinn oder Verlust gebracht hat.

Voraussetzung ist eine vollständige Ist-Datenbasis: Arbeitszeiten müssen pro Auftrag erfasst, Materialverbräuche zugeordnet und Fremdleistungen dokumentiert sein. Fehlen diese Daten oder werden sie erst Wochen später rekonstruiert, ist das Ergebnis wenig belastbar.

Der eigentliche Wert liegt im Lerneffekt: Systematische Nachkalkulation deckt auf, welche Auftragsarten, Kunden oder Leistungen unterkalkuliert sind, und liefert realistische Ansätze für künftige Angebote. Gerade bei schwankenden Materialpreisen ist sie ein zentrales Steuerungsinstrument.

Nachkalkulation in der Praxis — mit Meistron

Inhaber sehen im Web „Gewinn pro Auftrag“: Rechnungsumsatz abzüglich Lohn-, Material-, Beleg- und Gemeinkosten, mit Gewinn und Marge je Auftrag. Hinterlegen Sie die Kostensätze und erfassen Sie Zeiten, Material und zugehörige Belege. Noch nicht abgerechnete Aufträge werden getrennt ausgewiesen. Der im Auftragsdetail hinterlegte Netto-Preis dient dem Auftragsvolumen im Dashboard und ersetzt keinen Rechnungsumsatz.

Allgemeine Information (Stand 13. September 2026), keine Rechts- oder Steuerberatung.

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