Die Nachkalkulation vergleicht nach Abschluss eines Auftrags die tatsächlich angefallenen Kosten mit der ursprünglichen Kalkulation: geplante gegen geleistete Stunden, kalkuliertes gegen verbrauchtes Material, angesetzte gegen echte Nebenkosten. Sie beantwortet die Frage, ob der Auftrag Gewinn oder Verlust gebracht hat.
Voraussetzung ist eine vollständige Ist-Datenbasis: Arbeitszeiten müssen pro Auftrag erfasst, Materialverbräuche zugeordnet und Fremdleistungen dokumentiert sein. Fehlen diese Daten oder werden sie erst Wochen später rekonstruiert, ist das Ergebnis wenig belastbar.
Der eigentliche Wert liegt im Lerneffekt: Systematische Nachkalkulation deckt auf, welche Auftragsarten, Kunden oder Leistungen unterkalkuliert sind, und liefert realistische Ansätze für künftige Angebote. Gerade bei schwankenden Materialpreisen ist sie ein zentrales Steuerungsinstrument.
Nachkalkulation in der Praxis — mit Meistron
Meistron liefert einen Teil der Ist-Daten für die Nachkalkulation: Arbeitszeiten werden pro Auftrag und Mitarbeiter erfasst, und die Materialverwaltung hält Artikel, Preise und Bestände aktuell.
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